1 TAG ZUM UW

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DJ(ANE)S am UW

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Für die Aftershow haben wir drei nette musikalische Schmankerl für euch:
Folgende DJ(ane)’s werden euch am Unspoken Words nach den Acts nochmal richtig einheizen.
Wir freuen uns Kai Kani & Lenki Balboa , JaBu und Double U CC anzukündigen.

Marcus Staiger am UW 2016!

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Ole!
Nächste nette Ankündigung für das Unspoken Words:

Dieses Jahr mit einem Vortrag zum Thema „Heimat, Nationalismus und Rap“ im Gepäck besucht uns aus dem fernen Berlin der liebe Marcus Staiger.

Marcus Staiger wurde 1971 in Süddeutschland geboren und zog nach dem Abitur nach Berlin. Mit Gelegenheitsjobs hielt er sich über Wasser, arbeitet als Koch und Journalist, begann ein VWL- und Philosophie-Studium und gründete 1998 das Rap-Label Royalbunker. Mit diesem beeinflusste er nachhaltig die deutsche Hip-Hop Szene, entdeckte zahlreiche wichtige Rap-Künstler und Gruppen bevor er im Jahr 2008 für drei Jahre die Chefredaktion der Internetplattform rap.de übernahm. Seit 2011 arbeitet Staiger als Industriekletterer, freier Autor und Moderator für Medien wie SPEX, Berliner Zeitung, FAZ, JUICE, vice, noisey, vice.TV und 2014 erschien sein Roman „Die Hoffnung ist ein Hundesohn“. Zurzeit schreibt er an seinem zweiten Buch, einer Reportage-Erzählung über eine Reise nach Rojava in Nordsyrien, wo gerade eines der spannendsten gesellschaftlichen Projekte der Moderne stattfindet. Seit ungefähr drei Jahren ist Marcus Staiger auch in antirassistischen Zusammenhängen aktiv und beschäftigt sich hauptsächlich mit den politischen Rahmenbedingungen, die Menschen zu Geflüchteten machen und unter denen diese dann leben müssen. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den Verhältnissen, die auf der einen Seite die Menschen zu Flucht und Migration zwingen und den Verhältnissen unter denen diese Menschen dann wiederum hierzulande zu leiden haben. Unter dem Motto Solidarität muss politisch werden, versucht er im Rahmen seiner Arbeit beim Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht aus Berlin, in Zusammenarbeit mit Betroffenen, politische Inhalte in die praktische Arbeit mit Geflüchteten einzubringen. Denn die Gesetze und wirtschaftlichen Regeln unter denen die Welt zu leiden hat, werden zu großen Teilen in den Zentren der westlichen Welt gemacht.

Marcus Staiger beschäftigt sich in seinem Vortrag „Heimat, Nationalismus und Rap“ mit der Frage, was man sich unter Heimat eigentlich so vorzustellen hat und was diese wiederum mit so etwas wie der Nation zu tun hat. Geht man davon aus, dass man sich die Heimat nicht unbedingt aussuchen kann, ist die Unterwerfung unter etwas Fremdbestimmtes ja noch nicht gleichzusetzen mit der unbedingten Zustimmung zu etwas Unvermeidlichem. Trotz allem wird die Liebe zur Heimat fast automatisch vorausgesetzt und es gilt als Vaterlandsverräter, wer die Heimat nicht ehrt. Mittlerweile auch zum Kampfbegriff einer neuen Rechten herangewachsen, die mehr mit Kultur, Erbe und eben auch Heimatverbundenheit argumentiert, statt mit Blut und Boden, ist es schwierig das eigene Gefühl zur vertrauten Umgebung in Worte und Begrifflichkeiten zu fassen. Rap und Hip Hop mit ihrem unverblümten Lokalpatriotismus und der Liebe zur eigenen Crew, boten über lange Jahre einen kleinen Ausweg aus diesem Dilemma, weil es darin in der Regel immer nur um Menschen, die an einem ganz bestimmten ort lebten, drehte unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Nationalität. Hip Hop war so etwas wie der antinationale Patriotismus, bei dem es nur darauf ankam, was man konnte und nicht woher man kam und darauf seine Stadt, sein Viertel, seine Crew auf die Landkarte zu setzen. Seit einiger Zeit scheint sich aber das Blatt zu wenden. Immer mehr Bezüge auf ethnische Zugehörigkeiten schleichen sich in die Texte deutschsprachiger Hip Hop Künstler, immer mehr Verweise auf Nationalitäten, Staatsbürgerschaften oder seit neuestem auch, religiöse Zugehörigkeiten werden gedroppt. Woran liegt das? Was bedeutet das? Wie sind diese Dinge zu bewerten und was hat das mit der eigenen Identität zu tun? Das sind die Fragen, die vielleicht in der Diskussion mit den Teilnehmern des Workshops geklärt werden können.

VORVERKAUF GO!

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Der Vorverkauf für das Unspoken Words geht los.

Tickets könnt ihr an folgenden VVK-Stellen organisieren

– Kneipe Arsch & Friedrich
Untere Baustraße 14 NBG

Projekt 31
An den Rampen 31 NBG

Desi Nürnberg
Brückenstraße 23 NBG

Weitere VVK-Stellen werden hier und auf unserem Blog in Kürze veröffentlicht.
Wie jedes Mal, wird es auch einen Online-VVK geben. Auch dieser wird in Kürze freigegeben.

Also haltet Ohren und Augen auf.

Peace!